SPD-OV-Heiligenhafen


Thema aktuell
Innenstädte auf der Intensivstation

Die Heiligenhafener  SPD ist nach wie vor der Überzeugung, dass die Entwicklung unserer Innenstadt der größten Aufmerksamkeit bedarf und seit Jahren ein zentrales Thema der kommunalpolitischen Aktivitäten ist. Bei näherer Betrachtung stellt das geänderte Verbraucherverhalten den Einzelhandel und auch die Gastronomie sowie das Handwerk unter einen enormen Veränderungsdruck.

  • Einerseits lässt sich im Internet vom eigenen Sofa aus fast alles bestellen. Durch entsprechende Werbung wird höchste Qualität suggeriert, was aber oft nicht den Tatsachen entspricht. Persönliche Beratung und direkte Kontaktaufnahme zum Kunden fehlen allerdings. Umtausch ist kaum ein Problem, weil eine portofreie Rücksendung innerhalb weniger Tage möglich ist. Bei Änderungswünschen oder Reparaturen wird es allerdings schon schwieriger.
  • Andererseits bieten die Supermärkte im Gewerbegebiet vor den Toren der Stadt oder auch die großen Einkaufszentren in Kiel und Lübeck attraktive Alternativen. Dort wird das Einkaufen zum Erlebnis, neudeutsch Event.
In welche Richtung soll man sich weiter entwickeln und auf den wirtschaftlichen  Druck reagieren

Es grenzt an eine Herkulesaufgabe, sich diesem Wettbewerb zu stellen und vor allem auch zu bestehen, Aber es lohnt sich und es ist auch zu schaffen.

Die Frage für die heimische Wirtschaft ist, in welche Richtung soll man sich weiter entwickeln und auf den wirtschaftlichen und teilweise auch existenziell bedrohenden Druck reagieren. Hier helfen keine allgemein gültigen Gutachten weiter. Jede Inhaberin, jeder Inhaber kennt ihren/seinen Betrieb am besten.

Die Erfolgreichen wissen, dass man sich in derart schwierigen Zeiten auf seine Kernkompetenzen beschränken muss: Was kann ich wirklich und was liegt mir. Nur damit kann die Kundschaft überzeugt werden, in Heiligenhafen zu konsumieren. 


Ziel der ganzen Anstrengungen in den heimischen Betrieben kann folgende Überlegung der Kunden und Gäste sein:
  • Bevor ich im Internet bestelle oder nach Kiel oder Lübeck fahre, lohnt es sich, in Heiligenhafener Geschäften und Betrieben nachzufragen, weil ich dort ein gern gesehener Gast bzw. Kunde bin.

Jeder einzelne Unternehmer ist gefordert, sich der Arbeit zu unterziehen, Stärken und Schwächen seines Betriebes  zu erkennen 

Bei der Umsetzung dieser Maxime hilft aber kein Einzelhandelsgutachten für die Innenstadt weiter, auch nicht, wenn man es „Entwicklungskonzept Innenstadt“ nennt. Jeder einzelne Unternehmer ist gefordert, sich der knochenharten Arbeit zu unterziehen, Stärken und Schwächen seines Betriebes  (gegebe-nenfalls mit externem Sachverstand) zu erkennen und sich auf seine Stärken zu konzentrieren, damit die Schwächen in Zukunft nicht so sehr ins Gewicht fallen.

Jedes Geschäft oder Betrieb, dessen Inhaber offensiv mit dem betriebseigenen Handicap (Schwächen) umgeht, ist bzw. wird wirtschaftlich gesund.

Auch die Heiligenhafener SPD ist der  Überzeugung, dass sich am besten durch inhabergeführte Geschäfte Vitalität und urbane Vielfalt in Heiligenhafen erhalten bzw. entwickeln lassen

Wie „Partner mit Herz“ richtig bemerkt, ist der Einzelhandel die ökonomische Basis jeder Innenstadt. Auch die Heiligenhafener SPD ist der  Überzeugung, dass sich am besten durch inhabergeführte Geschäfte Vitalität und urbane Vielfalt in Heiligenhafen erhalten bzw. entwickeln lassen.

Das Geld, was ein solides Einzelhandelsgutachten kostet, ist aber gewinnbringender in infrastrukturellen Maßnahmen angelegt, und wenn es „nur“ die Beseitigung der Schlaglöcher ist. Und im Übrigen, ein solches Gutachten würde keinen Geschäftsinhaber von der teils sehr frustrierenden Arbeit der Fehlersuche im eigenen Betrieb befreien.

Die Erfolgreichen sind nur deshalb so erfolgreich, weil sie sich ständig dieser Arbeit unterziehen und Schritt für Schritt auf die Veränderungen im Konsumentenverhalten reagieren.

Nichtsdestotrotz wird sich die Heiligenhafener SPD in vergleichbaren Städten, in denen solche  Gutachten erstellt wurden, erkundigen, welche Verbesserungen hierdurch bewirkt wurden.


Dr. med. H. Theodor Siebel